Stowarzyszenie Służba Szalom Oświęcim

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MARSCH DER LEBENDEN 2022

Nach einer zweijährigen Pause, die durch die globale COVID-19-Pandemie verursacht wurde, fand am 28. April dieses Jahres am Jom haScho'a (Holocaust-Gedenktag) der Internationale Marsch der Lebenden statt. Das Hauptthema des Marsches war die Betonung, wie wichtig es ist, die Verantwortung für Holocaust-Gedenken und -Bildung an die nächste Generation weiterzugeben – an die Enkel derjenigen, die die dunklen Tage der deutschen Unterdrückung und systematischen Vernichtung von über 6 Millionen Juden, Polen und vielen anderen Nationalitäten überlebten.
Dieses Jahr nahmen wir als Schalom Dienst e.V. in Oświęcim nur in einer kleinen Gruppe zusammen mit einigen Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine, die von den Organisatoren des Marsches eingeladen wurden,  am Marsch der Lebenden teil.
Genau in dieser schwierigen Zeit, in der der Krieg in der Ukraine andauert, konnten wir nicht nur am Marsch der Lebenden teilnehmen, sondern auch eines der sechs Grablichter anzünden, die allen Gerechten unter den Völkern gewidmet sind, die unter Einsatz ihres Lebens viele Juden vor der deutschen Vernichtung retteten.
Während dieser Zeremonie betonten die Organisatoren des Marsches auch die über zwanzigjährige Teilnahme des Schalom Dienstes e.V. in Oświęcim am jährlichen Marsch der Lebenden und die langfristige Hilfe für das jüdische Volk in der Ukraine, besonders in der jetzigen Kriegszeit, wo die Hilfe nicht nur in der Ukraine geleistet wird, sondern auch für die Kriegsflüchtlinge, die wir in unserem Land betreuen.
Dieser Akt war für uns sehr symbolisch, denn das Heute und der Krieg in der Ukraine stellen uns alle vor neue Herausforderungen. Die heutige Welt braucht auch die Gerechten, die zusammenstehen werden, um das Leben und die Gesundheit dieser Juden in der Ukraine, die den Gräueln dieses Krieges in keiner Weise entkommen können, zu retten.
Wir sind Gott dankbar für jeden von Euch, der diese Bemühungen der Gerechtigkeit unternimmt, um auf praktische Weise durch Gebet und finanzielle Unterstützung zur Rettung unserer lieben Nachkommen Abrahams in der Ukraine beizutragen. Wie uns vor Jahren eine von den Personen, die den Holocaust überlebt hat sagte: „Ihr alle seid durch Eure Geisteshaltung voller Liebe und Hingabe die zeitgenössischen Gerechten unter den Völkern.“
Aufgrund des hohen Alters, zahlreicher Erkrankungen und des unvorstellbaren Stresses durch die russische Aggression kämpfen unsere Lieben in der Ukraine ständig gegen die Zeit, sogar im Angesicht dieses Krieges. Sie werden immer schwächer und brauchen mehr denn je unsere umfassende Hilfe und Unterstützung.
Sehr aussagekräftig sind die Daten, die zeigen, dass vor zwei Jahren siebzig Holocaust-Überlebende am Marsch der Lebenden teilnahmen und dieses Jahr waren es nur acht.
Sehen wir mal, in welchem beängstigenden Tempo diejenigen sterben, die die lebenden Zeugen dieser schrecklichen Geschichte sind. Die 91-jährige Holocaust-Überlebende Eve Kugler, die seit zehn Jahren am Marsch der Lebenden teilnimmt, sagte: „Es ist klarer denn je, dass Worte wie „nie wieder“ nicht ausreichen. Wie viel schlimmer wird es sein, wenn die Überlebenden nur eine ferne Erinnerung sein werden?“. Es kann mit hoher Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass es das letzte Jahr der Teilnahme der überlebenden Zeugen des Holocaust am Marsch der Lebenden war. Wie wichtig ist es, im Angesicht eines so verzweifelten Wettlaufs gegen die Zeit, sowohl in Errinerung zu bewahren, was in der Vergangenheit passiert ist, die keiner von uns ändern kann, als auch sich an diejenigen zu erinnern, die noch am Leben sind und auf unser mit praktischer Hilfe verbundene Gedächtnis zählen. Das ist die Gegenwart, die wir durch unsere Einstellung und alltägliche Entscheidungen noch ständig beeinflussen können.
Der jährliche 3,2 Kilometer lange Marsch von Auschwitz nach Birkenau endete mit einer traditionellen Zeremonie bei den Überresten des Krematoriums von Auschwitz-Birkenau. Neben den acht Holocaust-Überlebenden nahmen an diesem Marsch der polnische Präsident Andrzej Duda, Bürgermeister von Jerusalem Mosche Lion, der ehemalige Oberrabbiner Israels Israel Meir Lau, IDF-Chasan Shai Abramson und andere berühmte Persönlichkeiten aus Politik und Kultur teil.

Liebe Freunde,

Es scheint, dass es bereits alles oder fast alles über die sehr komplexe Situation in Bezug auf die sogenannte Einwanderungskrise gesagt wurde. Die Ereignisse der letzten Tage haben jedoch unsere kühnsten Vorhersagen und Schätzungen übertroffen.
Der Krieg geht weiter und schon mehr als anderthalb Millionen Bürger der Ukraine, hauptsächlich Frauen und Kinder, sind in unser Land gekommen. Als Schalom Dienst e.V. in Oświęcim organisieren wir seit vielen Jahren Hilfe für unsere Lieben in der Ukraine, und der Krieg, der in diesem Land tobt, zerreißt unsere Herzen in tiefem Schmerz.
Als wir in Przemyśl und an der Grenze waren, die wir viele Jahre lang dutzende Male überquert hatten, sahen wir einerseits das Ausmaß des Unglücks und der menschlichen Tragödien, der getrennten Familien, deren Väter und Angehörige bleiben mussten, um für die Freiheit ihres Landes zu kämpfen. Andererseits sahen wir die großen Herzen unserer Landsleute, die selbstlos ihre Zeit, ihr Geld und andere materielle Ressourcen schenken, um den verwirrten und verängstigten Flüchtlingen zu helfen.
Als Schalom Dienst e.V. in Oświęcim haben wir ungefähr 40 Menschen abgeholt und aufgenommen, die aus Winnyzja kommen, und einige von ihnen sind mit einer der Suppenküchen verbunden. Sie werden sukzessive an Orten, wo sie länger bleiben können, eingesetzt. Die Situation entwickelt sich sehr dynamisch und wir können jederzeit die Information über eine weitere Gruppe von hilfsbedürftigen Flüchtlingen bekommen. Wir bitten Euch herzlich, betet um Gottes Weisheit und Kraft in Bewältigung dieser unerwarteten Notfälle.
In der Zwischenzeit brauchen auch unsere Lieben, die in der Ukraine geblieben sind, unsere Gebete und finanzielle Unterstützung (solange sie weitergegeben werden kann).
Vertrauen wir sie dem Herrn an, denn aufgrund ihres Alters und ihrer Gesundheit können sie nirgendwohin fliehen. Nur der allmächtige Herr kann sie beschützen.
Möge der Herr Euch segnen und Eure betende und finanzielle Unterstützung in all diesen Nöten belohnen.

Schalom aus Oświęcim
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SCHALOM DIENST E.V.
We would like to invite you to listen to the 23rd Conference 'From Holocaust to Living Hope'. The premiere will be this Thursday at 4 p.m. on YouTube channel under the link: https://www.youtube.com/watch?v=3bRUSV74yTg&list=PLY_8VY5uNZrgf9seBMc1GzUzxf2pnWNkI
Links to the particular days will appear on the channel according to the schedule:
Thursday from 4 p.m.
Friday-Sunday from 9.30 a.m.
Dienst der Barmherzigkeit im Schatten der Pandemie
Wir empfehlen Ihnen, das folgende Video zu sehen, das die Realitäten des Dienstes der Barmherzigkeit für unsere Lieben in Shepetovka und Vinnitza darstellt,
wo unsere Lieben trotz der durch das COVID-19-Virus verursachten Pandemie nicht ohne Hilfe und alles,
was sie für ein normales Funktionieren in diesen schwierigen Zeiten benötigen, zurückgelassen wurden.

Konferenz am  27-30 August 2020
Aufgrund der anhaltenden COVID-19-Pandemie haben wir beschlossen, die jährliche internationale Konferenz
"Vom Holocaust zu einer lebendigen Hoffnung" online abzuhalten.
Die Konferenz ist für den 27. bis 30. August 2020 geplant.
Bitte, betet für diese Situation und informiert Euch über den  aktuellen Stand auf unserer Website.

Liebe Freunde,
Wir danken Euch von ganzem Herzen für die kontinuierlichen Gebete und die Unterstützung des Dienstes der Barmherzigkeit für den kleinen Teil des von Gott auserwählten Volk in der Ukraine.
Im Zusammenhang mit der Pandemie des COVID-19-Virus wurden in der Ukraine viele strenge Einschränkungen eingeführt, die die meisten Bereiche der normalen Lebens lähmten.

          Vom 4-13 Dezember dieses Jahres warn wir auf der Ukraine um dort Chanukka-Päckchen zu verteilen. Dank euren Dank Euren mit Liebe erfüllten Herzen konnten wir 512 Päckchen mit Essen vorbereiten und verteilen.
Die Gesamtstrecke betrug insgesamt fast 2000 Km und wir besuchten 16 verschiedene Ortschaften. Wir besuchten viele jüdische Familien und einsame Personen, die viele Probleme haben und an verschiedenen Krankheiten leiden. Einige Personen, die unsere Hilfe am Meisten benötigten, haben wir in ihrer Not unterstützt. Alle Menschen, die wir besuchten, lassen Euch grüßen und bedanken sich für Eure Liebe zum Volk Israel.
Weitere Informationen über unseren Aufenthalt auf der Ukraine werden wir in unserem nächsten Rundbrief, im Januar, veröffentlichen.

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„Vom Holocaust zur lebendigen Hoffnung“
Vom 23. bis 26. August dieses Jahres fand in Oświęcim die XXI Internationale Konferenz „Vom Holocaust zur lebendigen Hoffnung“ statt, die vom Shalom Dienst e.V. in Oświęcim organisiert wurde.
Wir sind Gott für diese gesegnete Zeit dankbar.
In unserem nächsten Informations- und Gebetsbrief veröffentlichen wir einen Bericht darüber. Schon jetzt laden wir alle Interessierten zur XXII. Konferenz „Vom Holocaust zur lebendigen Hoffnung“ ein, die vom 22. bis 25. August stattfinden wird.

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Wir ermutigen zum Anschauen des Interviews vom Marsch der Lebenden, an dem wir als Gruppe der "Freunde Israels aus Polen" teilgenommen haben.

- Wohnst du hier?
- Ja, ich wohne in Oświęcim.
- Wie ist es, so nah an diesem historischen und schrecklichen Ort zu leben?
- Wir haben uns an das Leben hier gewöhnt. Wir verbinden diese Stadt nicht nur mit dem KZ. Das Lager liegt am Rand unserer Stadt. Wir haben uns daran gewöhnt und als Jugendliche und junge Leute führen wir hier ein normales Leben. Aber das Wichtigste ist, dass unsere Stadt Oświęcim heißt. Auschwitz bezieht sich nur auf das KZ, doch ich wohne in Oświęcim und nicht in Auschwitz.
- Warum seid ihr heute hier?
- Wir sind hier, um euch zu unterstützen und mit euch zu sein. Wir lieben euer Volk. Wir arbeiten mit denen, die den Holocaust überlebt haben. Deshalb ist es uns wichtig, an diesem Tag mit euch zu sein und zu zeigen, dass Israel lebt.
- Was motiviert dich? Irgendein Verantwortungsgefühl? Ist es ein Versuch der Buße für die Vergangenheit?
- Ja, weil ich mir als Christin bewusst bin, dass die Kirche eine falsche Haltung gegenüber den Juden hatte und sie verfolgt hat. Als Christin fühle ich mich schuldig. Aber ich möchte euch die Haltung von Ruth zeigen: dass euer Gott auch mein Gott ist und dass wir einander lieben und unterstützen sollten.

LEBENDIGE ERINNERUNG
Liebe Freunde, im Dienst an Gottes auserwählten Volk sind glauben wir, daß es wichtig ist die Nachkommen Abrahams in der Diaspora durch praktische Hilfe zu unterstützen.
Dies tun wir schon über viele Jahre. Aber jetzt sind wir auch von der Notwendigkeit praktischer Hilfe und dem Dienst an den Juden im Land Israel überzeugt worden.
Deswegen sind wir nach Israel gefahren.

LEBENDIGE ERINNERUNG
Liebe Freunde,
im Dienst an Gottes auserwählten Volk sind glauben wir, daß es wichtig ist die Nachkommen Abrahams in der Diaspora durch praktische Hilfe zu unterstützen. Dies tun wir schon über viele Jahre. Aber jetzt sind wir auch von der Notwendigkeit praktischer Hilfe und dem Dienst an den Juden im Land Israel überzeugt worden. Deswegen sind wir nach Israel gefahren.
Wir sind dort mit dem Gebet um Gottes Führung hingefahren. Wir baten den Herrn unsere Richtung zu weisen um seinem Volk im Land Israel zu dienen. Treffen mit Holocaustüberlebenden und vor allem Überlebenden von Auschwitz-Birkenau waren sehr starke emotionale Erfahrungen für uns. Diese Juden waren in Polen geboren und hatten ihre Jugend in Polen verbracht. Wir glauben, daß es eine der Seiten unseres Dienstes in Israel ist mit solchen Menschen den Kontakt zu wahren, sich an sie zu erinnern, ihnen unsere Liebe zu zeigen und ihnen Yeshua den Messias vorzustellen.
Eine andere Ausrichtung unseres Dienstes ist es uns um Holocaustüberlebende aus der ehemaligen Sowjetunion zu kümmern. In vieler Hinsicht geht es ihnen schlecht: Es ist unser Herzenswunsch, uns nicht nur an sie zu erinnern, sondern ihnen auch auf praktische Weise zu helfen. Dies ist eine "lebendige Erinnerung" für uns, denn es ist nicht ausreichend, sich an den Holocaust zu erinnern. Wir müssen uns an diejenigen erinnern, die noch leben und oft brauchen sie uns in ihren Nöten und Sorgen.
Bitte betet für uns, damit wir diesen Dienst in Israel aufbauen können. Laßt uns dem Gott Israels vertrauen. Nur er ist der Eine der der "Urheber und Vervollkommener unseres Glaubens" (Hebr. 12,2) ist.

Schalom und herzliche Grüße aus Oswiecim,

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Vom 25. bis 28. August dieses Jahres fand in Oświęcim die XIX. Internationale Konferenz „Vom Holocaust zur lebendigen Hoffnung“ statt, die vom Schalom Dienst e.V. in Oświęcim organisiert wurde. Wir sind Gott für diese gesegnete Zeit dankbar.
In unserem nächsten Informations- und Gebetsbrief veröffentlichen wir einen Bericht darüber. Wir empfehlen, die MP3s mit den Vorträgen der gesamten Konferenz zu kaufen oder einzelne Vorträge, die auf DVDs überspielt wurden.
Schon jetzt laden wir alle Interessierten zur XX. Jubiläumskonferenz „Vom Holocaust zur lebendigen Hoffnung“ ein, die vom 17. bis 20. August 2017 stattfinden wird.
 
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Ihre Hilfe ist dringend notwendig

TREFFEN MIT EINER GRUPPE VON ZYPERN
Vom 23. bis 26. Mai 2016 hatten wir eine internationale Gruppe von einer Bibelschule auf Zypern zu Gast. In diesen Tagen konnten wir uns zum Gebet und Abendmahl auf dem Selektionsplatz des ehemaligen deutschen Todeslagers Auschwitz II – Birkenau treffen. Das war nicht nur eine außergewöhnliche und gesegnete Zeit des sich Demütigens vor dem Herrn und der Buße für die Sünden des Antisemitismus, sondern vor allem konnten wir als Gemeinde – als Leib Christi aus vielen Nationen – gemeinsam die Vision von der versammelten Gemeinde auf dem Selektionsplatz erfüllen. Es war auch eine Zeit der Freude und des Gebets für die Stadt Oświęcim sowie für die Gemeinde im Stadtzentrum. Wir sind Gott dankbar für diese junge Gemeindegeneration, die in einer richtigen Haltung gegenüber Israel aufwächst.

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INTERNATIONALER GEDENKTAG AN DIE OPFER DES HOLOCAUST
Am 27. Januar 2016 fand auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau eine Gedenkveranstaltung zum 71. Jahrestag der Befreiung dieses Lagers statt. Das Motto, unter dem die Feierlichkeiten standen, lautete: „Rückkehr“. Zum Zeitpunkt der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau waren über 7000 extrem ausgemergelte Gefangene darin zurückgeblieben.
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Am 5. Dezember nahm der Verein Schalom Dienst e.V. an einem Gebets- und Bußtreffen in Goleszów teil. Dort hatte sich in der Zementfabrik eine Außenstelle des KZ Auschwitz-Birkenau befunden. An diesem Treffen nahmen ungefähr 20 Personen teil, die das Leid auf dem Herzen trugen, das während des Zweiten Weltkriegs hier stattgefunden hatte. Ein pensionierter Lehrer, Paweł Stanieczek, führte uns in das Thema und die Dramatik dieses Ortes ein und zeigte uns einen Dokumentarfilm über das Leben und die Qualen der Gefangenen, die hier arbeiten mussten. Die Teilnehmer des Treffens erfuhren, dass die Bedingungen im Lager von Goleszów noch schlimmer gewesen waren als die im Hauptlager in Auschwitz-Birkenau, was zu einer außerordentlich hohen Sterblichkeit unter den Gefangenen geführt hatte.

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Anschläge in Paris haben die Welt erschüttert. 
Am Freitagabend (08.11.2015) kam es zu einer Serie von koordinierten, blutigen, barbarischen, terroristischen Anschlägen in der Umgebung von Stade de France, in Bars und Restaurants der Stadtteile X und XI sowie im Konzertsaal Bataclan. Insgesamt kamen 129 Menschen ums Leben. Drei weitere starben im Krankenhaus. Über 350 Personen wurden verletzt. Die Anschläge in Paris sind das tragischste Ereignis in Frankreich seit der Zeit des Zweiten Weltkriegs.

QUARTALSTREFFEN – 31. OKTOBER 2015

Am 31. Oktober 2015 trafen wir uns erneut auf dem Selektionsplatz, um uns vor dem Herrn zu beugen und durch die Beteiligung am Abendmahl den vollständigen Sieg Gottes über die Kräfte des Bösen zu verkünden. Die bösen Mächte hatten im Laufe der Menschheitsgeschichte mehrmals versucht, Gottes auserwähltes Volk – Israel – von der Erdoberfläche auszulöschen.
Wenn wir uns auf Gottes Wort stützen, wie auch auf Seine unerschütterlichen Verheißungen, die Er Abraham und dessen Nachkommen gegeben hatte, können wir sehen, dass Sein Bund mit Israel über den Tod hinausreicht, sogar über so furchtbare Orte hinaus, wie es das ehemalige nationalsozialistische Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war. Zu derselben Zeit fand auch ein Treffen auf dem Gelände des ehemaligen Vernichtungslagers in Majdanek statt. Jedes dieser Treffen ist eine Erfüllung der Vision von der versammelten Gemeinde auf dem Selektionsplatz (siehe Link).
Das nächste Quartalstreffen, zu dem wir schon jetzt herzlich einladen, ist für den 30. Januar 2016 geplant. Wie gewöhnlich treffen wir uns 10 Uhr vor dem Haupteingang des ehemaligen KZ in Birkenau.
Am 27. Januar 2016 ist der 71. Jahrestag der Befreiung des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Seit 2005 wird dieser Tag von den Vereinten Nationen als Internationaler Gedenktag an die Opfer des Holocaust anerkannt. In vielen öffentlichen Einrichtungen, wie Schulen, werden Gedenkveranstaltungen organisiert. Auch in zahlreichen Kirchen werden solche Treffen durchgeführt. Wenn wir an den Holocaust denken, bringen wir das Leid des auserwählten Volkes in der Vergangenheit in Erinnerung, aber ebenso ihre Verfolgung in der gegenwärtigen Zeit und die ständige Bedrohung ihrer Existenz. Auf diesen Treffen wollen wir um Gottes Schutz für Israel beten, weil Er sein Hüter ist, der niemals schläft oder schlummert (Psalm 121,4).
Als Schalom Dienst e.V. organisieren wir an diesem Tag ebenfalls um 10 Uhr ein Treffen in Verbindung mit Gebet und Abendmahl im Vereinssitz in Oświęcim auf der Kilińskiego-Straße 4/107. Am Nachmittag desselben Tages möchten wir an der Gedenkfeier zum 71. Jahrestag der Befreiung des ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau teilnehmen.
Unser Wunsch ist, sich an diesem außergewöhnlichen Tag mit dem gegenwärtigen Israel in unseren Gemeinden zu solidarisieren, weil die Situation, in der sich dieses Volk momentan befindet, nicht nur unser Gedenken erfordert, sondern vor allem unsere Fürbitte.

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die Konferenz „Vom Holocaust zur lebendigen Hoffnung“ in Oświęcim

In den Tagen vom 20.08 bis zum 23.08 dieses Jahres hat in Oświęcim die Konferenz „Vom Holocaust zur lebendigen Hoffnung“ stattgefunden. Es war eine Wunderschöne Zeit, wo wir das Wort Gottes gehört haben, das durch die Sprecher aus Israel, Polen, Deutschland, Amerika und England gepredigt wurde. Diese Konferenz gab auch die Möglichkeit des Zusammenseins den Leuten von unserem Land sowie Europa und sogar der ganzen Welt. Wir haben eine wunderbare Gemeinschaft mit Gott erlebt, als wir ihn gebeten haben, dass er uns sein Herz offenbart bezüglich dieses Ortes nämlich des ehemaligen KL Auschwitz-Birkenau – Symbols für Tod und Leid des Volkes Israel aber auch anderer Völker. Auf Grund der größten Menge dort ermordeten Europäischen Juden, ist er auch ein Symbol des Holocausts.
Ein der Schlüssel Ereignisse dieser Konferenz war die Teilnahme im Gebet und Abendmahl am Selektionsort, als die Erfüllung der Vision, die Gemeinde Jesu dort zu versammeln. Dort haben wir gebetet, dass Gott Abrahams, Isaaks, und Jakobs uns all unsere Sünden des Antisemitismus vergibt sowie auch die Schuld des Vergießens vom unschuldigen Blut, das immer noch von dieser Erde dort zu Gott ruft. Wir glauben, dass nur das Blut Jesu uns Vergebung, Erlösung und Befreiung bringen kann, aus dieser schrecklichen Schuld. Durch das Abendmahl haben wir den Sieg des Messias Jeschua über den Tod proklamiert und haben den Ort Gott geweiht, damit er aus dem Ort ein Ort des Gebets, der Buße, Vergebung und Versöhnung macht. Nur der Gott Abrahams kann aus dem Ort des Fluchs ein Ort des Segens machen.
Wir sind Gott dankbar, dass er durch seinen Heiligen Geist immer in größeren Kreisen in der Gemeinde die Wahrheit offenbart, nämlich dass ohne der Heilung des ehemaligen KL Auschwitz-Birkenau, auch keine Heilung für Europa stattfinden wird und der Segen der Erweckung für Europa und die Welt auch nicht kommt.
Während der Versammlungen, Gebete und der Predigten, führte uns der Herr immer näher an sein Herz heran, das erfüllt ist mit seiner ewigen Liebe für sein auserwähltes Volk. Dadurch konnten wir noch klarer seine unverständliche Liebe sehen, die er allen Völkern durch den Jüdischen Messias und König von Israel – Jeschua erwiesen hat.
Die perfekte Begleitung der ganzen Konferenz war ein Konzert des israelischen Pianisten und Kompositeurs Alyoshya Ryabinow.
Die Zeit bleibt lange in unseren Herzen und Erinnerungen.
Jetzt schon laden wir sehr herzlich ein an der nächsten Konferenz teilzunehmen, die vom 25.08.2016 bis zum 28.08.2016 stattfinden wird.
Alle Einzelheiten werden demnächst auf unserer Internetseite in der Rubrik Konferenz erscheinen.
Im Nächsten unserer Gebetsbriefe werden wir einen ausführlichen Bericht von der Konferenz schreiben. Wir ermutigen dies zu lesen in der Rubrik Gebetsbriefe.


Piotr Borek

70 Jahre nach der Beendigung des Zweiten Weltkriegs

…vor Hunger, Feuer und Krieg bewahre uns, Herr .
Es sind gerade siebzig Jahre seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vergangen – der größten Katastrophe des 20. Jahrhunderts, die mehreren Millionen Menschen das Leben gekostet hat.
Zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg hatten nur etwas mehr als zwanzig Jahre Frieden geherrscht. Siebzig Jahre sind ein besonderer Zeitabschnitt. Nach genau so vielen Jahren war die Zeit der babylonischen Gefangenschaft erfüllt und der Herr führte Sein Volk zurück nach Israel.
Haben die siebzig Jahre seit dem Ende dieses schrecklichen Krieges irgendeine Bedeutung für uns und die Gemeinde heute?
Mit dem Versuch, eine positive Antwort auf diese Frage zu finden, waren wir als Schalom Dienst e.V. in Oświęcim vom 7. bis 9. Mai in der befreundeten Jerusalem-Gemeinde in Berlin zu Gast. Gemeinsam erlebten wir Gottes Gegenwart und kamen zu der Überzeugung, dass es sich um eine außergewöhnliche Zeit handelt, in der Gott voller Erbarmen der Gemeinde noch stärker die Augen dafür öffnet, was in der Vergangenheit passiert ist, besonders im Blick auf das unschuldig vergossene Blut, das nach wie vor die Erde und unsere Völker belastet. Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von der Erde (1. Mo. 4,10).
Die Geschehnisse bei Kain und Abel sind streng genommen nicht Geschichte. Sie sind eher etwas, von dem man sagen kann, dass es die ganze Zeit in der Menschheitsgeschichte „passiert“, bis heute. Der Mord an Abel lässt sich nicht datieren, aber er wiederholt sich unablässig – in jeder Generation und an jedem Ort. Und jedes Mal ist es so, dass das Blut Abels mit großer Kraft spricht und nach Rache schreit.
Woher kommt diese Kraft des Blutes Abels? Zum ersten daher, dass ein gerechter und unschuldiger Mensch umgebracht wird, der nichtsahnend und wehrlos ist. Er wird vorsätzlich getötet, aus Berechnung, kaltblütig und nach ausgeklügeltem Plan (1. Mo. 4,8). Der ältere und stärkere erschlägt den jüngeren und nutzt dessen Schwäche aus. Er tötet ihn ohne Grund, nur aus Eifersucht, weil er sich nicht damit abfinden kann, dass Gott ihn auserwählt hat. Ja, das Blut Abels fordert laut Gerechtigkeit…
Indem wir uns bewusst machten, wie viel Blut während des letzten Krieges unschuldig vergossen wurde, begingen wir gemeinsam diese außergewöhnliche Zeit des 70. Jahrestages der Beendigung des Zweiten Weltkriegs. Wir spürten deutlich, wie uns der Herr durch Seinen Geist zum Nachdenken über die Vergangenheit des eigenen Volkes und der Gemeinden bewegte.
Während des Treffens, an dem viele Gläubige aus Deutschland sowie geladene messianische Gäste aus Israel teilnahmen, verbrachten wir eine Zeit des Dankens gegenüber dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs für Seine Treue, Sein Erbarmen und Seine Gnade, die Er unseren Völkern und Gemeinden unablässig erweist.
Wir nahmen auch am Bußgebet in Oranienburg auf dem Gelände des KZ Sachsenhausen teil. Dort befindet sich ein besonderer Ort, das sogenannte T-Gebäude, wo sich die Hauptkommandantur aller Konzentrationslager des Dritten Reiches befand. Hierhin mussten alle Kommandanten der verschiedenen KZs einmal im Monat kommen, um Berichte aus den einzelnen Lagern abzuliefern. Als Deutsche, Polen, Israelis und Vertreter aus Russland machten wir uns an diesem Ort erneut bewusst, dass der Herr heute dieselbe Frage stellt wie damals: Wo ist dein Bruder? (1. Mo. 4,9a). Als Kinder Gottes, die den Willen ihres Herrn kennen, dürfen wir nicht ebenso antworten wie es Kain tat: Bin ich meines Bruders Hüter? (1. Mo. 4,9b).
Uns ist klar, dass wir niemals der Schuld des unschuldig vergossenen Blutes entrinnen werden, weil dieses Blut die ganze Zeit nach Rache und Gottes Gericht schreit. Obwohl es sich viele wünschen würden, wird die Schuld des vergossenen Blutes niemals verjähren. Davon zeugen die Bibel und die eindeutige Erklärung Gottes: Denn siehe, der HERR zieht aus seiner Stätte aus, um die Schuld der Erdenbewohner an ihnen heimzusuchen. Dann wird die Erde ihr Blut enthüllen und nicht länger ihre Erschlagenen bedecken. (Jes. 26,21)
Im Angesicht einer so gewaltigen Schuld gibt es für uns Menschen keinen anderen Ausweg, als uns zum kostbaren Blut unseres Retters und Herrn Jesus Christus zu flüchten. Allein Sein Blut ist in der Lage, besser und lauter zu rufen als das Blut Abels und jedes andere unschuldig vergossene Blut (vgl. Hebr. 12,24).
Genau aus diesem Grund begingen wir mit Tränen der Reue und Buße das Abendmahl, verkündeten Gottes Vergebung sowie den Sieg durch das Blut des Herrn Jesus.
In demselben Geist der Buße trafen wir uns in dem Gebäude, das während des Zweiten Weltkriegs als „Judenreferat“ funktioniert hatte. Diese Abteilung war von Adolf Eichmann geleitet worden. Von hier aus waren alle Anweisungen erfolgt, die die Massenvernichtung des jüdischen Volkes in den von Hitler besetzten Gebieten zwischen 1939 und 1945 betrafen. Es war ein Ort, an dem die gesamte Verwaltung, bis hin zum kleinsten Beamten, nur an dem einen Ziel arbeitete, das auserwählte Volk Gottes auszurotten. Auch hier begingen wir das Abendmahl und baten den Herrn um Sein Erbarmen und Seine Gnade, die durch das Blut des Lammes über das Gericht triumphiert.
Wir sind Gott dankbar dafür, dass wir als Vertreter Polens, besonders aus Oświęcim, wo die Deutschen das KZ Auschwitz-Birkenau errichtet hatten, an diesem bedeutsamen Treffen teilnehmen konnten. Wir freuen uns darüber, dass in diesem wunderbaren Prozess der Buße und Versöhnung auch unsere Stimme erklingen konnte. Unser Gebet ist, dass dieser 70. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkriegs ein Impuls zu neuer, tiefer Buße, zu Versöhnung und zu gemeinsamem Wirken für Gottes Pläne mit Israel und der Gemeinde wird.
Piotr Borek

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Marsch der Lebenden 2015

Am Yom Hashoa, dem 16. April dieses Jahres, gedachten ungefähr 10.000 Juden aus der ganzen Welt sowie einige Hundert Polen der Opfer des ehemaligen deutschen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. In diesem Jahr fiel der Marsch der Lebenden auf den 70. Jahrestag des Kriegsendes sowie der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau.
Als Teilnehmer des Marsches bildeten wir eine Gruppe unter dem Titel „Polnische Freunde Israels“. Gemeinsam mit den anderen Teilnehmern des Marsches legten wir inzwischen zum 19. Mal den 3-km-langen Weg vom Lager in Auschwitz zum Lager in Birkenau zurück.
Der Vorsitzende des Marsches, Samuel Rosenman, stellte mit Bedauern fest, dass die sowjetische Armee vor 70 Jahren zu spät kam, um alle Gefangenen retten zu können. Er sagte auch, dass wir dennoch aus dem Grund hier seien, um Gebete und Hoffnung zu bringen.
Eine Botschaft an die Teilnehmer des Marsches hatten auch der Präsident Israels, Reuven Rivlin, sowie der Papst Franziskus.
Detailliertere Informationen über die Ereignisse dieses Tages erscheinen in unserem nächsten Gebetsbrief im Mai.
Wir laden schon jetzt alle Interessierten zum nächsten Marsch der Lebenden ein, der am 05.05.2016 stattfinden wird.

Bildergalerie des diesjährigen Marsches der Lebenden


Bildergalerie            Galeria: Bilder 70. Jahrestag Befreiung
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